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Hire and fireBeim internationalen Fernsehprojekt OBN (Open Broadcast Network) in Bosnien stehen die Zeichen auf Sturm.Als 12 JournalistInnen und TechnikerInnen von OBN ohne schriftliche Kündigung oder auch nur eine mündliche Erklärung gefeuert wurden, kam ein lange schwelendes Problem ans Licht der Öffentlichkeit: Wohin sind die 17,5 Millionen Budgetdollar verschwunden? OBN wurde im Sommer 1996 von der internationalen Gemeinschaft und von George Soros ins Leben gerufen. Ziel von OBN war es, objektive Information im Nachkriegs-Bosnien zu gewähren. OBN verfügt über ein zentrales Studio in Sarajewo und arbeitet mit den drei Stationen TV Mostar, TV Tuzla und TV Zetel Zenica zusammen. Zwei weitere Stationen, Studio 99 und Hayat haben das Projekt kurz nach dem Start wieder verlassen - genauso wie Soros. OBN wurde in Bosnien nie registriert, und die budgetierten 17,5 Millionen Dollar tauchten nie in bosnischen Büchern auf. Eigentlich existiert OBN legal gar nicht, und einzig ein "Steering Committee" tritt in Erscheinung. Formell gehört die technische Infrastruktur von OBN der International Federation of Journalists IFJ in Belgien. Kein OBN-Angestellter sah je einen Arbeitsvertrag. Der Durchschnittslohn der lokalen RedaktorInnen und JournalistInnen liegt bei 1000 DM pro Monat, während internationale Manager und "Berater" 9000 bis 27'000 DM monatlich abholen. Kosta Jovavnovic, entlassener Chef des Infoprogrammes bei OBN, glaubt, dass er und seine KollegInnen entlassen wurden, weil sie auf der Registriertung von OBN und auf regulären Arbeitsverträgen bestanden. Sie klagen OBN an, als Geldwäscherei und Provisionsbeschafferin gedient zu haben. Aidan White, Direktor der IFJ, weist solche Anschuldigungen zurück: Alle Bücher seien klar und offengelegt. Aber auch er kritisiert die Art, wie die OBN-Leute entlassen wurden. Er wurde im Büro der internationalen Verwaltung in Sarajewo vorstellig, um Erklärungen und die Einhaltung der Rechte der entlassenen JournalistInnen zu fordern. Jasna Bastic |
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