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Die Guten und die BösenDie Kosov@-Albaner sind die Guten die Serben sind die Bösen: Wen interessieren angesichts der aktuellen Greueltaten und Kriegsverbrechen serbischer "Sicherheitskräfte", angesichts Hunderter getöteter und Tausender vertriebener Kosov@-AlbanerInnen die Vertriebenen und Opfer auf serbischer Seite oder die als illoyal eingestuften und deshalb von der UCK ermordeten Kosov@-Albaner? Wer analysiert die Strategie der UCK, auf eine Eskalation der Gewalt bis zum Nato-Einsatz zu setzen, um so die jahre- und jahrzehntelang geschürten Erwartungen erfüllt zu bekommen? Wo bleiben die Artikel über die Machtkämpfe in der kosov@-albanischen Führung, die Säuberungen in der Chefetage der zumindest offiziell noch vorherrschenden Partei von Ibrahim Rugova oder die Konzepte und Vorschläge der Opposition? Wer schreibt über die verständigungsorientierten Menschen und Gruppen, die gegen die Eskalation der Gewalt den politischen Dialog suchen? Wo bleibt die politische und materielle Hilfe für die Kräfte, die den nationalistischen Ideologien und machtpolitischen Strategien der Regierenden beider Seiten eine zivile, demokratische Alternative gegenüberstellen? Wo bleibt die Entschlossenheit und der Wille der europäischen Politik, mit langfristiger Unterstützung die gesellschaftlichen Kräfte der Verständigung zu politischen Alternativen gegen die maximalistischen Positionen der Machthaber werden zu lassen?Die Kosovo-Albaner sind die Bösen die Schweizer sind die Guten: Albaner sind kriminell, brechen in Wohnungen ein, handeln mit Drogen, betreiben Vielweiberei und vergewaltigen Schweizerinnen. 50000 Franken für die Integration von Kosovo-AlbanerInnen sind für mehr als die Hälfte des Zürcher Stimmvolks zuviel: KOSOVO-ALBANER NEIN plakatierte die Stadtzürcher SVP und die FDP stimmte in den Chor der guten Schweizer ein. 55 Prozent der Zürcher StimmbürgerInnen klebten auf dieser plumpen Propaganda fest. Glaubt jemand wirklich, die Schweiz könnte sich wieder 50 Jahre im Heidiland einzubunkern, bis die Geschichte uns einholt? Kann man die Fehler von damals aufarbeiten, ohne Konsequenzen für die Gegenwart zu ziehen? Wen interessiert, dass die Rückschaffungsentscheide des Bundes die Spirale der Gewalt direkt anheizen? Oder meint jemand, das zeitliche Zusammentreffen von Rückschaffungsentscheiden Deutschlands und der Schweiz und die Gewalteskalation im Kosov@ sei ein Zufall? Je militarisierter der Konflikt, um so grösser die Chance dieser Menschen, hier bleiben zu können. Wer weiss, wie viele Menschen im Kosov@ von einem Einkommen in der Schweiz leben können (und müssen) und wie perspektivelos die Rückkehr in den Kosov@ ist, muss verstehen, dass die Exilgemeinde hier sich noch extremistischer gebärdet als die Kräfte vor Ort. Dass die bewaffnete Option auf kosov@albanischer Seite aus der Schweiz geführt und finanziert wird, ist inzwischen ein offenes Geheimnis. Die Rückschaffungsentscheide des Bundes sind menschlich inakzeptabel und politisch verantwortungslos, denn sie leisten einen direkten Beitrag zur Verhärtung der Positionen und zur Verschärfung der Situation.Die Schweizer sind die Bösen wir sind die Guten: Offen hetzen "gute Schweizer" mit Flugblättern und Briefen gegen Menschen, die zu uns flüchten (siehe die Hetzschrift des "Bürgerforums Schweiz"). Wer will behaupten, dass gewalttätiger Rassismus nichts mit dem salon- und politikfähigen Rassismus der SVP, mit dem Mitläufertum der FDP und mit der Asylverhinderungspolitik des Bundes zu tun hat? Ein Einzahlungsschein liegt diesem Medienhilfe-Info bei. Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung der laufenden Medienprojekte gegen Gut und Böse.Roland Brunner |
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