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Projektcode: KOS-01/99
Projektorganisation: Media Project - RTV 21 in Pristina
Projektart: Radio- und TV-Station und Ausbildungszentrum für JournalistInnen
Projektname: Radio 21 im Exil
Projektcode: KOS-02/99
Das “Media-Project” wurde im November 1995 als Nichtregierungs-Organisation (NGO) im Bereich Entwicklung und Medien gegründet. Die wichtigsten entwicklungspolitischen Initiativen und Aktivitäten sind:
1) Ausbildung junger Frauen im Bereich der Konfliktbearbeitung und des Journalismus;
2) Herausgabe der monatlich erscheinenden Frauenzeitschrift “Eritrea”, und
3) Arbeit an/für Radio und Fernsehen RTV 21.
Professioneller und unabhängiger Journalismus, der sich fortschrittlich der Lösung von Konflikten zuwendet und der bei jedem Thema verschiedene Blickwinkel einschliesst – das sind die Markenzeichen von RTV 21. Die Organisation von RTV 21 besteht aus einer Kerngruppe von JournalistInnen, die über jahrelange Erfahrung in unabhängigem Journalismus verfügen und die gemeinsam mit jüngeren Medienschaffenden arbeiten, um die Zusammensetzung des Teams nach Geschlecht und Alter ausgewogen zu halten. RTV 21 war eine von nur gerade drei unabhängigen elektronischen Nachrichtenquellen im Kosov@, bevor die Station geschlossen wurde und die MitarbeiterInnen zur Flucht gezwungen wurden. RTV 21 strahlte Nachrichten- und Informationssendungen aus, die im Kosov@ für das kosovarische Publikum recherchiert und produziert wurden – und zwar gleichzeitig terrestrisch, über Internet und seit Anfang 1999 zweimal täglich über Satelliten. Am 24. März 1999 zerstörten serbische Kräfte das Studio und alle technischen Einrichtungen von RTV 21, einschliesslich seiner davon unabhängigen Anlagen für die Ausstrahlungen über Internet. Nach der gewaltsamen Vertreibung aus dem Kosov@ Ende März 1999 brachten die MitarbeiterInnen von RTV 21 ihre Website (www.radio21.net) über Telefonleitungen im mazedonischen Exil wieder zum Laufen. Seit dem 7. April 1999 wurden von Radio-21-KorrespondentInnen Berichte aus Mazedonien zu dieser Anlage geschickt und ab dem 16. Mai nahm RTV 21 seine gesamte Palette von täglichen Berichten in englischer und albanischer Sprache wieder auf. Ab Juni war Radio 21 auch über Radio Netherlands täglich für zwei Stunden in ganz Europa auf Mittelwelle zu hören. Die Inhalte der Sendungen von RTV 21 widerspiegelten die Bedürfnisse seines Publikums, vorrangig kosovarische Mütter und Kinder. Die Station widmete sich ferner den Anliegen vertriebener KosovarInnen, die in Mazedonien, Albanien und Montenegro Zuflucht gefunden hatten, indem RTV 21 Nachrichten und Hinweise für Flüchtlingsgemeinschaften unter besonderer Berücksichtigung humanitärer und medizinischer Hilfe anbot. Am 19. Juli 1999 konnte “Mediaproject – RTV 21” seine Arbeit in Pristina wieder aufnehmen. Die Medienhilfe Ex-Jugoslawien hat RTV 21 finanzielle Unterstützung an die laufenden Kosten der Arbeit im Exil sowie materielle Hilfe in Form von 100 Musik-CDs zukommen lassen.
Projectcode: KOS-02/99
Projektorganisation: Koha ditore in Pristina
Projektart: Tageszeitung (Auflage: 20’000)
Projektname: Koha ditore im Exil
Die Wochenzeitung KOHA (Zeit) wurde 1993 von einer Gruppe bekannter albanischer Intellektueller und JournalistInnen gegründet. Neben der gedruckten albanischen Ausgabe erschien eine englische Zusammenfassung in elektronischer Form. Mit Hintergrundartikeln und professionellem Recherchier-Journalismus gewann KOHA schnell internationale Anerkennung und wurde zum bekanntesten Printmedium ausserhalb des Kosov@. Seit 1995, als die Zeitung ihre eigene Druckerei erhielt, konnte KOHA seine Tätigkeiten ständig ausweiten. Mitte 1997 wurde KOHA zur Tageszeitung KOHA DITORE ausgebaut. Die Auflage stieg und erreichte innerhalb eines Jahres 50'000 Exemplare pro Ausgabe. Im gleichen Jahr gründete KOHA die erste albanischsprachige Nachrichtenagentur des Kosov@, ARTA. Sie bot tägliche Informationen in albanischer und englischer Sprache über Internet.
Die verstärkte Präsenz der internationalen Gemeinschaft im Kosov@ ab 1998 führte zur Herausgabe einer englisch-sprachigen Tageszeitung. Gleichzeitig wurde eine Europa-Ausgabe für die kosov@-albanische Diaspora lanciert, die ihr Verlagsbüro in Basel hat. Ende 1998 lancierte KOHA eine Radiostation, die damals eines von drei unabhängigen Projekten im Bereich elektronische Medien im Kosov@ war. Über BBC-Satelliten wurden zweimal täglich 15-minütige Nachrichtensendungen ausgestrahlt.
Das KOHA-Verlagshaus baute Kontakte und Kooperationen mit unabhängigen Medien in Serbien auf. So wurden regelmässig die Dienste der Nachrichtenagentur BETA verwendet und eine gemeinsame Internet-Dienstleistung “Kosovo on Line” aufgebaut, auf der albanische und serbische ExpertInnen und Intellektuelle in einen Dialog traten über die zentralen Fragen des Kosov@-Konflikts. Eine weitere starke Zusammenarbeit entstand mit der Belgrader Radiostation B-92 und dem Netzwerk unabhängiger elektronischer Medien Serbiens ANEM. Gemeinsam wurden verschiedene Projekte realisiert, so die Videodokumentationen “Kosovo Trilogy”, “New Kosovo Alternative” und “Balkan Bridges”.
In der Nacht vom 24. auf den 25. März 1999 wurden die Redaktionsräume und die Druckerei von KOHA als erstes Ziel der Angriffe. Sie wurden von serbischen paramilitärischen Einheiten ausgeplündert und niedergebrannt. Der Nachtwächter wurde ermordet. Einige Tage später wurde auch der Anwalt von KOHA umgebracht. Die meisten MitarbeiterInnen wurden vertrieben, nur einige wenige blieben während der ganzen Kriegszeit im Kosov@. Die JournalistInnen und RedaktorInnen von KOHA fanden in Tetovo, Mazedonien, wieder zusammen und gehörten zu den ersten unabhängigen Medienschaffenden, die ihre Arbeit im Exil wieder aufnahmen. Die erste Ausgabe im mazedonischen Exil erschien am 24. April. Wie alle anderen albanischsprachigen Medien des Kosov@ setzte sich KOHA DITORE vor allem das Ziel, die vertriebene Bevölkerung mit Informationen über humanitäre Unterstützung zu versorgen. Einige Seiten jeder Ausgabe standen der Suche nach vermissten Personen zur Verfügung. Viele Familien haben so ihre Angehörigen wieder gefunden. Da einige MitarbeiterInnen im Kosov@ blieben, konnte die Zeitung auch über die dortige Entwicklung berichten.
KOHA DITORE erhielt schnell grosse Unterstützung von den Regierungen einiger westeuropäischer Staaten. Diese Unterstützung bestand aber aus Ausrüstungsgütern, Papier und Geld für die Druckkosten. Die laufenden Bürokosten und die Honorare der MitarbeiterInnen wurden gedeckt von einigen regierungsunabhängigen internationalen Organisationen, zu denen auch die Medienhilfe Ex-Jugoslawien gehörte.
Projektcode: KOS-03/99
Projektorganisation: Zeri in Pristina
Projektart: Wochenzeitung mit einer Auflage von 10’000 Exemplaren
Projektname: Zeri im Exil
Die Wochenzeitschrift “Zeri” (Stimme) wurde schon 1945 gegründet. Seither erschienen mehr als 1700 Ausgaben. Zeri war anfangs eine wöchentliche albanische Jugendzeitung und wurde dann in den 90er-Jahren zu einer politischen Zeitschrift mit breiterem Leserkreis.
Bei Ausbruch der Kriege im ehemaligen Jugoslawien erreichte die Zeitschrift eine Auflage von 100’000 pro Ausgabe und konnte sich damit vollständig selbst finanzieren. Als die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen im Kosov@ sich 1994 verschlechterten, sah sich Zeri gezwungen, internationale Unterstützung zu beantragen, um damit 20 Prozent der laufenden Kosten decken zu können. 80% konnte die Zeitschrift weiterhin mit Inseraten und aus dem Verkauf decken. Erst 1998 musste Zeri 30% seiner Kosten als Unterstützung beantragen. Heute ist Zeri infolge der mit der Vertreibung aus dem Kosov@ verbundenen Einbrüche weitgehend auf internationale Hilfe angewiesen. Das journalistische Profil und die verlegerische Linie von Zeri behielten ihre Unabhängigkeit von den verschiedenen Strömungen der kosov@-albanischen Politik. VertreterInnen aller Parteien sowie ein breites Spektrum unabhängiger Experten und Intellektueller schreiben in dieser Zeitschrift Beiträge oder geben Interviews. Das oberste Ziel von Zeri lag darin, einen Beitrag zur Lösung der politischen Krise im Kosov@ zu leisten, sich für die Demokratisierung des Kosov@ einzusetzen und den LeserInnen Informationen, Meinungen und Einschätzungen prominenter internationaler ExpertInnen und Intellektueller zugänglich zu machen. Nach der gewaltsamen Vertreibung aus dem Kosov@ Ende März 1999 haben die Herausgeber und die Belegschaft von Zeri die Veröffentlichung dieses führenden Nachrichtenmagazine im mazedonischen Exil wieder aufgenommen. Spezielles Augenmerk galt der vertriebenen Bevölkerung in Albanien, Montenegro und Mazedonien. Damit leistete Zeri einen wichtigen Beitrag, um den Vertriebenen Zugang zu Informationen über ihre Angehörigen zu verschaffen. Mitte Juli 1999 konnte die Belegschaft von Zeri wieder nach Pristina zurückkehren und die Arbeit an der Zeitschrift wieder aufnehmen. Die Medienhilfe gehörte zu den ersten internationalen Organisationen, die Zeri finanziell unterstützt haben, damit die Zeitung schon im Exil wieder entstehen konnte. Teil der materiellen Hilfe war auch die technische Ausrüstung für E-Mail-Kommunikation.
Projektcode: MON-01/99
Projektorganisation: Vijesti/Roto-Slog
Projektart: Infrastruktur für Presse
Projektname: Vergrösserung und Modernisierung des unabhängigen Pressehauses Roto-Slog in Podgorica
Die Druckerei Roto Slog wurde 1997 gegründet. Sie gehört zu 60 Prozent dem Verlag “Daily Press”, der die unabhängige Tageszeitung Vijesti herausgibt, zu 20 Prozent dem Verlag “Montenegropublic” der unabhängigen Wochenzeitung Monitor und zu 20 Prozent der privaten Druckerei Slog. Roto-Slog druckt neben einer Vielzahl anderer Publikationen die Tageszeitung Vijesti und die Wochenzeitschrift Monitor. Die redaktionelle Politik beider Publikationen baut auf ihrer gesellschaftlichen Selbstverpflichtung: dem Einsatz für eine moderne Gesellschaft, ein ziviles und multiethnisches Konzept, eine liberale private Marktwirtschaft, Antikriegspolitik, ziviler Konfliktlösung und eine Beteiligung am europäischen Integrationsprozess. Die Auflage von Monitor liegt bei 10’000 Exemplaren. Vijesti ist die auflagenstärkste Zeitung in Montenegro: 26’0000 verkaufte Exemplare entsprechen vier Prozent der Bevölkerung. Zieht man in Betracht, dass ein Exemplar drei bis vier LeserInnen findet, erreicht Vijesti 15 Prozent der Bevölkerung (in der Schweiz entspräche das einer LeserInnenschaft von 900’000).
Der New Yorker “Media Development Loan Fund” MDLF gewährte Roto-Slog 1997 ein Darlehen von US$ 220’000, um eine Rotationspresse (Rollenoffset) kaufen zu können. Das Darlehen wird nach regulären Raten abbezahlt. Beschränkte Mittel begrenzten vorher Kapazität und Qualität. Mit dem Erstarken von Vijesti und Monitor und mit der Zunahme der Kundschaft unter montenegrinischen und sogar serbischen unabhängigen Presseprodukten konnte die Druckerei den Anforderungen nicht mehr genügen. Die bestehenden Anlagen mussten erweitert und modernisiert werden.
Das 1998 begonnene Erneuerungsprojekt beinhaltet zwei Teile. Zum einen ging es darum, eine Farb-Rotations-Druckmaschine mit grosser Kapazität zu beschaffen. Roto-Slog finanzierte die Beschaffung der Maschine im Wert von US$ 390’000 (günstigste Offerte gemäss Ausschreibung) zu 45 Prozent (US$ 175’000) durch eine zweite Anleihe bei MDLF. Der Rest wurde von Organisationen beschafft, die unabhängige Medien unterstützen: Open Society Institute, Norwegian People’s Aid, USAID und Medienhilfe Ex-Jugoslawien. Der zweite Teil der Erneuerung bestand darin, die Druckvorstufe auf Farbdruck vorzubereiten. Weil Roto-Slog nicht in der Lage war, eine weitere Anleihe aufzunehmen, wurden die Kosten von US$ 75’000 durch folgende Organisationen gedeckt: Swedish Helsinki Committee, Heinrich-Böll-Stiftung, Friedrich-Ebert-Stiftung, Press Now, Norwegian People’s Aid und Medienhilfe Ex-Jugoslawien. Dabei übernahm die Medienhilfe Ex-Jugoslawien für den zweiten Projektteil die organisatorische Verantwortung. Die GeldgeberInnen unterzeichneten für jeden Projektteil ein “Memorandum of Understanding”, welches ihre Rolle bei der Zusammenarbeit und Koordination von MDLF (für den ersten Teil) und der Medienhilfe Ex-Jugoslawien (für den zweiten Teil) definierte. Die Medienhilfe Ex-Jugoslawien erhielt für dieses Projekt eine massgebliche finanzielle Unterstützung seitens der
DEZA/AZO.
Projektcode: SER-01/99
Projektorganisation: Republika in Belgrad
Projektart: zweiwöchentliches Magazin (Auflage: 5000)
Projektname: Soforthilfe zur Deckung laufender Druckkosten
Republika war das erste unabhängige Medium im ehemaligen Jugoslawien. Es begann 1989 als Organ der “Jugoslawischen Vereinigung für demokratische Initiativen”, einer BürgerInnen-Organisation, die von prominenten, anti-nationalistisch und demokratisch orientierten Intellektuellen des gesamten Landes gegründet wurde. Obwohl die Auflage bescheiden blieb, übt Republika grossen Einfluss auf Intellektuelle, Anti-Kriegs-AktivistInnen und städtisch und alternativ orientierte Menschen aus. Die Zeitschrift hat einige wertvolle Bücher veröffentlicht, unter denen “Serbiens Weg in den Krieg” von internationalen ExpertInnen hoch eingeschätzt wird. Das Buch wurde auf deutsch, französisch und englisch übersetzt.
Republika verfolgt seit der Gründung Projekte mit kleinen Budgets und ist nur in der Lage, Druck- und Bürokosten zu decken, während die AutorInnen auf ehrenamtlicher Basis gratis arbeiten. Einige hundert prominente Persönlichkeiten haben in Republika veröffentlicht – die meisten ohne Honorar. Republika hat es dank unglaublichen Anstrengungen der kleinen Redaktion und des Enthusiasmus der LeserInnen geschafft, in der Medienszene Serbiens zu überleben. Während der Nato-Bombardierungen war Republika das einzige Medium in Serbien, das sich unter hohem Risiko offen weigerte, die Militärzensur zu befolgen. Weil das Land damals völlig von der Welt abgeschnitten war und viele internationale Organisationen ihre Unterstützungsarbeit stoppten, konnte Republika die Druckkosten nicht mehr decken. Nur Soros und die Medienhilfe Ex-Jugoslawien unterstützten die Zeitschrift und ermöglichten damit seine weitere Existenz.
Projektcode: SER-02/99
Projektorganisation: ANEM Vereinigung unabhängiger elektronischer Medien in der BR Jugoslawien
Projektart: Radio- und TV-Netz
Projektname: Stromversorgung / Generatoren
Das Netzwerk unabhängiger elektronischer Medien in Serbien ANEM wurde 1993 auf Initiative des Belgrader Radiosenders B-92 gegründet und umfasste anfänglich sechs lokale Stationen in Serbien und Montenegro. Trotz grossem Druck seitens der Regierung und zahlreicher Schliessungen angeschlossener Stationen ist ANEM ständig gewachsen. Heute arbeitet ANEM als Netzwerk von 28 Radio- und 20 Fernsehstationen und deckt damit 70 Prozent des jugoslawischen Territoriums. Ein selber produziertes, vierstündiges tägliches Nachrichtenprogramm wird von allen angeschlossenen Radio-Stationen ausgestrahlt. Die angeschlossenen TV-Sender strahlen ebenfalls ein mehrstündiges umfassendes Programm aus. Wichtigstes Ziel von ANEM war und ist es, ein professionelles Netzwerk in ganz Jugoslawien aufzubauen, das den HörerInnen respektive ZuschauerInnen moderate und ausgewogene Information und sachliche politische Analysen bietet. Als weiteres wichtiges Ziel sollen wirtschaftliche Strukturen erarbeitet werden, welche die finanzielle Unabhängigkeit ermöglichen sollen.
ANEM organisiert regelmässige Ausbildungskurse für JournalistInnen aller angeschlossenen Stationen, beschafft für sie Ausrüstungsgüter, unterstützt die Mitglieder in juristischen Fragen und verteidigt sie bei Problemen mit den Behörden. Die Mitglieder teilen die grundlegenden Prinzipien eines professionellen Journalismus, ethische Standards, eine demokratische Grundhaltung, respektieren die Menschenrechte und setzen sich für Toleranz ein.
Seit mehreren Jahren leiden die ANEM-Mitglieder an (zum Teil politisch motivierten) Problemen mit der Stromversorgung. Die Beschaffung von Stromgeneratoren und Stromstabilisatoren (UPS) soll die Stationen weniger anfällig und unabhängiger von staatlicher Willkür machen. Für die Berichterstattung elektronischer Medien ist eine unterbruchs- und störungsfreie Stromversorgung elementar. Infolge schlechter Infrastruktur und Netzwerksleitungen der Stromversorgung in Serbien kommt es immer wieder zu Spannungsabfällen und Stromunterbrüchen – oft mehrmals täglich und für längere Zeit. Dies ist besonders für die hochempfindlichen Computerausrüstungen moderner digitaler Studios ein grosses Risiko. Stromgeneratoren und Stromstabilisatoren ermöglichen es den Sendern, trotz dieser widrigen Umstände zu produzieren, die Sendungen auszutauschen und die Programme zu senden. Zudem ist die Ausstattung der Stationen mit Generatoren und Stabilisatoren auch wirtschaftlich sinnvoll, da die anfallenden Kosten für spannungsbedingte Schäden an den Computersystemen die Anschaffungskosten der Generatoren schnell übersteigen können. |