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Medienhilfe Ex-Jugoslawien

Professionelle Solidarität gegen Nationalismus und Chauvinismus
Professional solidarity against nationalism and chauvinism

Starker Lokaljournalismus für Kroatien

Die Nachrichtenagentur STINA gehört zu den ältesten Partnerinnen der Medienhilfe Ex-Jugoslawien. Gegründet wurde sie 1991 als erste unabhängige Agentur in Kroatien – und das ist sie heute noch. Seit bald 10 Jahren ist STINA ständig gewachsen. Aus einer kleinen Gruppe von Journalisten wurde ein Netzwerk mit 50 KorrespondentInnen im ganzen Land sowie anderen neuen Staaten des ehemaligen Jugoslawien und Mittel- und Osteuropas. Professionelle Berichterstattung und redaktionelle Eigenständigkeit, die Verpflichtung für demokratische Werte und den Schutz von Menschen- und Minderheitenrechten, ihre aktive Unterstützung für zivilgesellschaftliche Lernprozesse und grenzüberschreitende Zusammenarbeit haben STINA zu einer stabilen Partnerin in unserer Zusammenarbeit gemacht.

Im laufenden Jahr unterstützt die Medienhilfe Ex-Jugoslawien das Projekt “Lokaljournalismus als Beitrag zum Aufbau der Zivilgesellschaft”. Das Projekt sieht den Aufbau eines Netzwerks lokaler Medienschaffender vor. Mit Ausbildung und Vernetzung soll die Qualität und Professionalität der Lokalmedien verbessert werden. 

Die Berichterstattung über lokale Ereignisse und Probleme ist in Kroatien immer noch ungenügend und nicht den Bedürfnissen und Herausforderungen entsprechend. Oft erlangen lokale Ereignisse nur als Skandale und Sensationen (nationale) Bedeutung und die journalistische Aufarbeitung und Berichterstattung der lokalen wirtschaftlichen, sozialen und politischen Gegebenheiten wird vernachlässigt. Der Aufbau und die Stärkung lokalen Medienschaffens und die Berichterstattung und mediale Auseinandersetzung mit lokalen Themen (Jugendprobleme, Arbeitslosigkeit und wirschaftliche Entwicklung, Probleme alter Menschen und Invalider, sozial randständige Gruppen, Umweltschutz auf lokaler Ebene, das Verhältnis von lokaler zu zentraler Macht usw.) ist ein zentrales Moment des “institution building”, des Aufbaus lokaler gesellschaftlicher Strukturen, der Demokratisierung der Gesellschaft, der politischen Bildung der BürgerInnen und des verantwortlichen Einbezugs in die politische Gestaltung ihrer Gesellschaft. Der Aufbau lokaler Demokratie trägt direkt auch zur Demokratisierung auf nationaler Ebene bei. 

STINA trägt selber 30 Prozent der Projektkosten bei durch den Verkauf eigener Dienstleistungen. Die verbleibenden Kosten von 35’990 Franken will die Medienhilfe Ex-Jugoslawien beisteuern. Dank zwei zweckgebundenen Spenden für dieses Projekt (Stadt Lausanne 8000 Franken, Kreuzlingen 1000 Franken) und etwas Eigenmitteln konnten wir eine erste Tranche von 10’000 Franken überweisen. Die zweite Tranche von 25’990 Franken hoffen wir bis Mitte Jahr überweisen zu können – mit Ihrer Unterstützung. Ein Einzahlungsschein liegt diesem Info bei. Vermerk: STINA. Vielen Dank.

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