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Medienhilfe Ex-Jugoslawien

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Kosovo-TV hat Geldsorgen

SDA-Meldung veröffentlicht im Tages-Anzeiger vom Freitag, 21. Januar, Seite 64

Das unabhängige Fernsehen in Kosovo (RTK) kämpft weiter mit finanziellen Problemen. SRG-Präsident Eric Lehmann, der auch RTK leitet, sucht weiter nach Geldern zur Finanzierung des Fernsehsenders. Das Projekt, das vor vier Monaten im Rahmen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) lanciert wurde, verfügt derzeit über ein Budget bis im kommenden Juni. Japan habe zugesagt, bis zum Oktober drei Übertragungsstudios im Wert von 15 Millionen Franken zu finanzieren, sagte Lehmann diese Woche in Genf. Zuvor hatten Norwegen (1,6 Mio. Franken), die Niederlande (4 Mio. Franken) und die Schweiz (800'00 Franken) beigesteuert. RTK beschäftigt derzeit 130 Angestellte, die durchschnittlich 500 Franken pro Monat verdienen. Für den Betrieb eines professionellen TV-Fernsehsenders braucht es mindestens 30 Mio. Franken. Derzeit werde auch eine Gebührenerhebung in Höhe von 3 bis 5 DM pro Monat und pro Person in Kosovo diskutiert, sagte Lehmann. Dies würde dem RTK rund 2 Millionen Franken jährlich einbringen. Lehmann lancierte einen Appell an die im Ausland lebenden Kosovo-Albaner, die die Programme regelmässig in Europa anschauen. Auch mit Werbung könnten mehrere Dutzend Millionen Franken pro Jahr eingenommen werden. Die Unabhängigkeit des Fernsehsenders stösst nicht überall auf Wohlwollen. Die lokalen Behörden versuchten ihre Propaganda einzubringen, sagte Lehmann. Er betonte, er werde das Projekt nicht verlassen, solange dessen Fortsetzung nicht gesichert sei.

siehe dazu die Kritik der Medienhilfe Ex-Jugoslawien an der Medienpolitik der internationalen Gemeinschaft im Kosov@.

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