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PROJEKT STINA ENTWICKLUNG ZU EINER ALTERNATIVEN REGIONALEN NACHRICHTENAGENTUR1. BEDEUTUNG EINER STÄRKUNG DES PROJEKTS STINA Organisation, Entwicklung und Stärkung einer alternativen journalistischen Presseagentur in Kroatien haben eine mehrfache Bedeutung. In Kroatien existiert sonst bloss die staatliche Nachrichtenagentur "Hina", eine verstärkte Entwicklung von STINA würde diese von unabhängiger Seite herausfordern. Die Informationen der staatlichen Agentur sind oft unvollständig und subjektiv, vor allem was die Themen Menschenrechte, Rückkehr von Flüchtlingen, interethnische Beziehungen, Minderheitsfragen, Medienfreiheit, Privatisierung und Korruption sowie Probleme im Zusammenhang mit dem Demokratisierungsprozess und dem Aufbau einer Zivilgesellschaft betrifft. Die Stärkung einer unabhängigen Nachrichtenagentur hat auch für die kroatischen Parlamentswahlen dieses Jahr eine grosse Bedeutung, da bekanntlich die Oppositionsparteien keinen angemessenen Zugang zu den staatlichen Medien haben. STINA als alternative Agentur kann zu einer ausgeglicheneren Mediensituation und damit zur Stärkung des Demokratieprozesses beitragen. STINA bietet seine Dienste zu tieferen Preisen an, was kleinen Medien erlaubt, mit einer Agentur zusammenzuarbeiten. Ausserdem hat STINA die best entwickelte Zusammenarbeit mit unabhängigen Medien in allen Staaten Ex-Jugoslawiens; eine weitere Unterstützung von STINA wird helfen, diese Zusammenarbeit noch auszubauen. Für die Normalisierung der Region ist der Austausch qualitativ hochstehender Information unter den unabhängigen Medien der verschiedenen Staaten einwichtiger Faktor. 2. HINTERGRUND STINA hat ein sehr erfolgreiches Wachstum hinter sich. Aus einem Medienhaus, das man als eine Agentur, die journalistische Dienstleistungen anbietet hätte bezeichnen können, hat sie sich zu einer klassischen Nachrichtenagentur mit klar definierten Dienstleistungen (Tagesservice, Wochenservice, Audioservice) mit einem Korrespondentennetz und einer profilierten Redaktionspolitik entwickelt. Eine wachsende Zahl neuer Kunden beansprucht die Dienstleistungen der STINA mit ihrersystematischen Abdeckung von Ereignissen in Kroatien und umliegenden Regionen mit Hintergrundanalysen, welche durch die staatlichen Medien nichtgeliefet werden. Um dieser wachsenden Nachfrage gerecht werden zu können, benötigt STINA einen Ausbau ihrer Strukturen, des Korrespondentennetzes und der technischen Ausrüstung. STINA erhält auch Anfragen potentieller Kunden im Ausland, die Informationen in englisch suchen, die ihnen einen Einblick in die Situation Kroatiens und der Region ermöglichen. Um solchen Anfragen zu genügen,muss STINA sich endgültig als klassische, mittelgrosse Nachrichtenagentur etablieren. 3. PROJEKTZIELE Entwicklung der Agentur STINA hin zu einer Medienorganisation von mittlerer Grösse und regionaler Bedeutung. Verbesserung des Informationssystems aus den Regionen Kroatiens und Umgebung, welches durch Qualität und Inhalt mit den staatlichen Medien auf dem Medienmarkt konkurrenzieren kann. Die Zahl der Kunden in Kroatien, aber auch im Ausland erhöhen, um zu einem objektiveren Bild der Region in den Medien beizutragen. Die Zahl der Klienten erhöhen, um langfristig eine volle kommerzielle Aktivität zu ermöglichen. 4. PROJEKT AKTIVITÄTEN 1. Entwicklung und Etablierung eines adäquaten Korrespondentennetzes in Kroatien mit einer grösseren Zahl von Mitarbeitern. 2. Erhöhung der Beschäftigtenzahl im Hauptbüro, um eineVollzeitbesetzung wie auch die Deckung individueller Bedürfnisse zu ermöglichen. 3. Verbesserung des Korrespondenten-Netzwerks ausserhalb Kroatien, d.h. Entwicklung des Austauschs mit ähnlichen, unabhängigen Agenturen. 4. Errichtung einer Dokumentation / Archiv. Die Stärkung dieses Gebietshat ebenfalls besondere Bedeutung. Eine Dokumentation ist Voraussetzung für erfolgreichere analytische und recherchenorientierte Arbeit, welche von unseren Klienten häufiger verlangt wird. STINA wird die Dokumentation anderen Medien zugänglich machen, welche sonst kaum Zugang zu Archiven haben. Damit würden auch thematische Publikationen zu verschiedenen Problemen (Flüchtlingsprobleme, Korruption, Privatisierung, Wahlen,...), die gerade auch von internationalen Organisationen oft gefragt sind, möglich. 5. Entwicklung eines Audio-Dienstes für unabhängige Radiostationen. Dieses Segment wird im Kontext der Vorwahlphase einen speziellen Platz einnehmen. STINA bereitet einen speziellen Wahldienst vor, dessen Ziel es ist, die demokratische Kontrolle der Wahlen zu stärken und einen fairen Wahlkampf zwischen den Parteien zu ermöglichen. Insbesondere Radios können hier eine wichtige Rollespielen. 6. Entwicklung einer speziellen Abteilung für Wirtschaftsnachrichten. Es wird allgemein festgestellt, dass im Informationsaustausch zwischen den unabhängigen Medien Ex-Jgoslawiens nicht genug Wert auf Wirtschaftsinformationen gelegt wird. 7. Technische Ausrüstung, um die neuen Entwicklungspläne zuermöglichen. 8. Einrichten einer Internet-Seite. Beitrag der Medienhilfe Ex-Jugoslawien: 41,670 CHF |
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