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Medienhilfe Ex-Jugoslawien

Professionelle Solidarität gegen Nationalismus und Chauvinismus
Professional solidarity against nationalism and chauvinism

Workshops über Journalismus und gewaltfreie Konfliktbearbeitung

Medienprojekt Pristina

Das “Medienprojekt Pristina” ist das einzige Projekt in albanischer Sprache und in Kosov@ bislang das einzige ausschliesslich von Frauen durchgeführte Projekt.

Weitere Informationen unter:
Travel Report 1998/99 / MPP

Angesichts der Tatsache, dass die kosovarische Gesellschaft in hohem Masse von patriarchalischen und konservativen Kräften bestimmt wird – nicht nur in bezug auf die albanische sondern auch auf die serbische Bevölkerungsgruppe –, ist die Hervorhebung frauenspezifischer Themen in den Medien auf lange Sicht von grosser Bedeutung. Viele Familien begnügen sich damit, dass ihre Töchter die Primarschule absolvieren – und in einigen ländlichen Gegenden ist nicht einmal das vorgesehen. Daher messen wir diesem Projekt, das jungen Frauen zu beruflicher Qualifikation verhelfen soll, grosse Bedeutung bei.
An der in albanisch, parallel zur serbischen Sprache geführten Universität von Pristina gibt es keine Abteilung für Journalismus. Eine entsprechende Ausbildung wird nur von unabhängigen Medienunternehmungen und ihren MitarbeiterInnen angeboten und durchgeführt – in Zusammenarbeit mit internationalen Radio- und Fernseh-Institutionen, die auf solche Dienstleistungen spezialisiert sind.
JournalistInnen sind öffentliche Personen aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit. Das hier vorliegende Projekt will vermehrt auch Frauen zu öffentlichen Positionen verhelfen und ihre Rolle als den Männern ebenbürtige Meinungsführerinnen stärken.

Die angebotene Medienausbildung ist aber mehr als eine gewöhnliche Übung in Journalismus: Die Vorlesungen werden verknüpft mit Kenntnissen über gewaltlose Konfliktlösung. Eine derartige Kombination ist besonders wichtig für einen analytischen Journalismus, der Einsichten und Untersuchungen zu strittigen Fragen jenseits der täglichen Berichterstattung anbieten will. Hintergründige Medienerzeugnisse prägen die öffentliche Meinung am nachhaltigsten. Sie stellen Ereignisse in einen grösseren Zusammenhang und erläutern sie aus unterschiedlichen Standpunkten. Im Umfeld eines kriegerischen Konfliktes ist es äusserst wichtig, dass die Medienarbeit zu einer friedlichen Lösung beiträgt – besonders wenn der Konflikt bereits in offene Gewalt umgeschlagen ist wie im Falle von Kosov@.

Unsere Projektunterstützung zielt darauf ab, die Kosten der nächsten Reihe von Workshops von Medienprojekt Pristina decken. Die gesamte Ausbildung dauert drei Monate und schliesst die folgenden vier Workshops ein: Radiojournalismus, TV-Journalismus, Zeitungsjournalismus und Verfahren und Methoden zur Konfliktlösung. Das Budget umfasst Honorare für DozentInnen, die Miete für benötigte Geräte, den Betrieb technischer Einrichtungen (Laborkosten, Kassetten, Magnetbänder, Papier usw.) und die Pausenerfrischungen für die Teilnehmerinnen und Dozentinnen.

Der für die Umsetzung des Projektes benötigte Betrag beläuft sich auf Fr. 10'137.–
Unterstütungsbeiträge mit Vermerk “MPP-Workshops”

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