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Workshops über Journalismus und gewaltfreie Konfliktbearbeitung
Medienprojekt Pristina
Angesichts der Tatsache, dass die kosovarische Gesellschaft in hohem Masse von
patriarchalischen und konservativen Kräften bestimmt wird nicht nur in bezug auf
die albanische sondern auch auf die serbische Bevölkerungsgruppe , ist die
Hervorhebung frauenspezifischer Themen in den Medien auf lange Sicht von grosser
Bedeutung. Viele Familien begnügen sich damit, dass ihre Töchter die Primarschule
absolvieren und in einigen ländlichen Gegenden ist nicht einmal das vorgesehen.
Daher messen wir diesem Projekt, das jungen Frauen zu beruflicher Qualifikation verhelfen
soll, grosse Bedeutung bei.
An der in albanisch, parallel zur serbischen Sprache geführten Universität von Pristina
gibt es keine Abteilung für Journalismus. Eine entsprechende Ausbildung wird nur von
unabhängigen Medienunternehmungen und ihren MitarbeiterInnen angeboten und durchgeführt
in Zusammenarbeit mit internationalen Radio- und Fernseh-Institutionen, die auf
solche Dienstleistungen spezialisiert sind.
JournalistInnen sind öffentliche Personen aufgrund ihrer beruflichen Tätigkeit. Das hier
vorliegende Projekt will vermehrt auch Frauen zu öffentlichen Positionen verhelfen und
ihre Rolle als den Männern ebenbürtige Meinungsführerinnen stärken.
Die angebotene Medienausbildung ist aber mehr als eine gewöhnliche Übung in
Journalismus: Die Vorlesungen werden verknüpft mit Kenntnissen über gewaltlose
Konfliktlösung. Eine derartige Kombination ist besonders wichtig für einen analytischen
Journalismus, der Einsichten und Untersuchungen zu strittigen Fragen jenseits der
täglichen Berichterstattung anbieten will. Hintergründige Medienerzeugnisse prägen die
öffentliche Meinung am nachhaltigsten. Sie stellen Ereignisse in einen grösseren
Zusammenhang und erläutern sie aus unterschiedlichen Standpunkten. Im Umfeld eines
kriegerischen Konfliktes ist es äusserst wichtig, dass die Medienarbeit zu einer
friedlichen Lösung beiträgt besonders wenn der Konflikt bereits in offene Gewalt
umgeschlagen ist wie im Falle von Kosov@.
Unsere Projektunterstützung zielt darauf ab, die Kosten der nächsten Reihe von Workshops
von Medienprojekt Pristina decken. Die gesamte Ausbildung dauert drei Monate und schliesst
die folgenden vier Workshops ein: Radiojournalismus, TV-Journalismus, Zeitungsjournalismus
und Verfahren und Methoden zur Konfliktlösung. Das Budget umfasst Honorare für
DozentInnen, die Miete für benötigte Geräte, den Betrieb technischer Einrichtungen
(Laborkosten, Kassetten, Magnetbänder, Papier usw.) und die Pausenerfrischungen für die
Teilnehmerinnen und Dozentinnen.
Der für die Umsetzung des Projektes benötigte Betrag beläuft sich auf Fr. 10'137.
Unterstütungsbeiträge mit Vermerk MPP-Workshops
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