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ZERI (die Stimme) - Unabhängige WochenzeitschriftHintergrund des ProjektsDie Wochenzeitschrift ZERI besteht seit 56 Jahren und wurde 1945 gegründet. Seither erschienen mehr als 1700 Ausgaben. ZERI war anfangs eine wöchentliche albanische Jugendzeitung und wurde dann in den 90er-Jahren zu einer politischen Zeitschrift mit breiterem Leserkreis. Beim Ausbruch der Kriege im ehemaligen Jugoslawien erreichte die Zeitschrift eine Auflage von 100'000 pro Ausgabe und konnte sich damit vollständig selbst finanzieren. Als die politischen und wirtschaftlichen Bedingungen im Kosovo sich 1994 verschlechterten, sah sich ZERI gezwungen, internationale Unterstützung zu beantragen, um damit 20 Prozent der laufenden Kosten decken zu können, den Rest konnte die Zeitschrift weiterhin mit Inseraten und aus dem Verkauf decken. Erst 1998 musste ZERI 30 Prozent seiner Kosten als Unterstützung beantragen. Heute ist ZERI infolge der mit der Vertreibung aus dem Kosovo verbundenen Einbrüche weitgehend auf internationale Hilfe angewiesen. Das journalistische Profil und die verlegerische Linie von ZERI behielten ihre Unabhängigkeit von den verschiedenen Strömungen der kosovo-albanischen Politik. VertreterInnen aller Parteien sowie ein breites Spektrum unabhängiger Experten und Intellektueller schreiben in dieser Zeitschrift Beiträge oder geben Interviews. Das oberste Ziel von ZERI lag darin, einen Beitrag zur Lösung der politischen Krise im Kosovo zu leisten, sich für die Demokratisierung des Kosovo einzusetzen und den LeserInnen Informationen, Meinungen und Einschätzungen prominenter lokaler und internationaler ExpertInnen und Intellektueller zugänglich zu machen. Nach der gewaltsamen Vertreibung aus dem Kosovo Ende März 1999 haben die Herausgeber und die Belegschaft von ZERI die Veröffentlichung dieses führenden Nachrichtenmagazines im mazedonischen Exil wieder aufgenommen. Spezielles Augenmerk galt der vertriebenen Bevölkerung in Albanien, Montenegro und Mazedonien. Damit leistete ZERI einen wichtigen Beitrag, um den Vertriebenen Zugang zu Informationen über ihre Angehörigen zu verschaffen. Mitte Juli 1999 konnte die Belegschaft von ZERI wieder nach Prishtina zurückkehren und die Arbeit an der Zeitschrift dort wieder aufnehmen. ZERI heuteDie Belegschaft von ZERI besteht aus 12 RedaktorInnen und JournalistInnen, 14 KorrespondentInnen aus allen wichtigen Zentren des Balkans, Westeuropas und der USA, sowie weiterem technischen Personal. Zur Zeit hat ZERI eine Auflage von 10'000 Exemplaren, womit sie die meistgelesene Wochenzeitschrift in albanischer Sprache im Kosovo ist – und zugleich die Zeitschrift mit den höchsten professionellen Ansprüchen an einen seriösen Journalismus. Da in Prishtina immer noch keine Möglichkeit zum Druck von Rollenoffset besteht, wird ZERI weiterhin in Skopje/Mazedonien gedruckt und in den Kosovo geliefert. Dies erhöht allerdings die Produktionskosten, bis eine vollwertige Lösung im Kosovo selber besteht. Viele Menschen im Kosovo sind immer noch nicht in der finanziellen Lage, sich eine Zeitschrift kaufen zu können. ZERI kämpft deshalb um seine Auflage mit einem tiefen Preis, der weit unter den wirklichen Gestehungskosten liegt. Die Möglichkeiten, zusätzliche Einnahmen aus Werbung zu generieren, sind immer noch sehr beschränkt, da abgesehen von einigen internationalen Unternehmen noch kaum lokale Wirtschaftsstrukturen bestehen. Trotz äusserst schwierigen Produktionsbedingungen kann die Zeitschrift aber heute schon rund 70 Prozent ihrer Kosten aus dem Verkauf decken. Aktuelle Projekte
Um das Projekt zu verwirklichen, plant ZERI folgende Massnahmen:
Geplanter Beitrag der Medienhilfe Ex-Jugoslawien: 36’000 Franken
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