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«Vreme» wurde 1989 gegründet, mit privaten Geldern; die Zeitschrift ist also völlig unbelastet von jeder «kommunistischen Vergangenheit» und gehört der Belegschaft. Getragen wird «Vreme» von einem Kreis unabhängiger Journalisten und Journalistinnen, grösstenteils Leute, die von den staatlichen Medien entlassen wurden: «die besten Journalisten und Journalistinnen Serbiens», wie Snezana Bogavac an der Zürcher Veranstaltung «Information statt Propaganda» im Dezember 1992 erklärte. «Vreme» (Auflage damals ca. 25000) war bei weitem das wichtigste Printmedium der serbischen Opposition bis zu zwölf Zweitleser und-leserinnen pro Nummer! Es lebt vor allem von Werbung und von den Abonnementen wird aber auch im Strassenverkauf vertrieben und ist bei jeder Demonstration gegen die Milosevic-Regierung und gegen den Krieg mit von der Partie. Das Magazin initiierte selbst Friedensaktivitäten. Einer der Exponenten von «Vreme», Stojan Cerovic, dessen Kolumnen dann und wann auch in der Hamburger «Zeit» erscheinen, war Mitbegründer des Belgrader Antikriegszentrums. Von den «Vreme»-Schreibern und -Schreiberinnen sind bei uns u.a. auch Snezana Bogavac und Petar Lukovic bekannt geworden. Bogavac schreibt seit Anfang 1993 für die Zürcher «WochenZeitung»; ein Interview von Petar Lukovic, dem stellvertretenden «Vreme»-Chef, erschienen im «Nouveau Quotidien». «Vreme» gibt auch einen wöchentlichen englischen Dienst heraus, «New Digest Agency», der nicht nur für die grossen europäischen und amerikanischen Zeitungen wie «London Times», «Washington Post» und «New York Times» eine wichtige Informationsquelle und Referenz darstellt, sondern auch für ausländische Botschaften in Restjugoslawien und internationale Organisationen wie IKRK, UNO, UNHCR. Eine UNO-Kommission anerkannte «Vreme» und den montenegrinische «Monitor» als einzige unabhängige Zeitschriften auf dem Gebiet «Rumpfjugoslawiens». VREME: http://www.beograd.com/vreme/
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